Die Pfaueninsel ist ein Quadratkilometer großes Naturschutzgebiet, welches nur über eine Fähre zugänglich ist.

Der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm (1620 - 1688, "Westfälischer Frieden", "Potsdamer Edikt" vom 8.11.1685) hatte dort "Canienengärten" angelegt, welche der Insel ihren ursprünglichen Namen Kaninchenwerder gab.

Der Alchemist Johann Kunckel (1638-1703) erhielt die Insel 1685 als Geschenk. Er arbeitete auf der Ostseite der Insel und erfand unter anderem das Rubinglas. Nach dem Tod des Großen Kurfürsten fiel er in Ungnade und ging 1692 nach Schweden. In Schweden wurde er in den Adelsstand erhoben und führte den Namen Johann Kunckel von Löwenstjiern. Nach dem Tod des Großen Kurfürsten verfiel die Insel.

Friedrich Wilhelm II (1744 - 1797, Sohn von August Wilhelm und Luise von Braunschweig-Wolfenbüttel) kaufte 1793 die Insel. Im 18. Jahrhundert  wurden auf der Insel ein Lustschlösschen im damaligen Ruinenstil aus Holz und eine Meierei gebaut. Er nutzte die Insel, um auf ihr seltene Pflanzen und Tiere anzusiedeln.
1795 kamen die ersten Pfauen auf die Insel. Die gaben dann der Insel ihren heutigen Namen. Im Laufe der Zeit wurden  unter anderem ungarische Schafe, Büffel, bengalische Hirsche, chinesische Schweine, Mungos, Waschbären, graue Kängeruhs, Affen, Nasenbären und vieles mehr auf der Insel angesiedelt. Diese Tiere bildeten den Grundstock für den heutigen Zoologischen Garten Berlin, die Umsetzung der Tiere erfolgte 1842. Im Jahre 1822 wurde ein Wasserwerk auf der Insel errichtet. 1830 wurde das Palmenhaus errichtet. Leider ist diese Anlage verfallen.

Der Architekt Karl-Friedrich von Schinkel und der Gartenlandschaftsgestalter Peter Joseph Lenné  prägten maßgebend das Aussehen der Insel (Sichtachsen, Baumgruppen, Freiflächen).

Noch heute gibt es keine Restauration auf der Insel. Für das leibliche Wohl wird an der anderen Seite des Ufers (am Fähranleger) gesorgt.