Johann Friedrich August Borsig |
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| Johann Friedrich August Borsig wurde am 13.06.1804 in Breslau geboren. Er entstammt
einer Handwerker- und Bauernfamilie und deshalb lag es nahe, dass er eine handwerkliche
Lehre begann. Nach seiner Ausbildung zum Zimmermann besuchte August Borsig in
Breslau die Kunst- und Bauhandwerksschule. Anschließend ging er nach Berlin
um dort am königlichen Gewerbeinstitut zu studieren, welches er
ohne Examen verließ. Die praktische Ausbildung absolvierte er in einer Eisengießerei
und zeigte dort besonderes Talent. Nach dem er mehrere Jahre in diesem Beruf
gearbeitet hatte, gründete August Borsig seine eigene Eisengießerei
und Maschinenbau-Anstalt. Diese Fabrikanlagen befanden sich am Oranienburger
Tor in der Chausseestrasse. Zwischen Alt-Moabit und dem Spreeufer legte Borsig neben seinem Eisenwerk einen großen weitläufigen Park an. Dort errichtete er sein Wohnhaus und mehrere Gewächshäuser. Was über Borsig weniger bekannt ist, das er schon im Jahre 1835 aktives Mitglied im "Verein zur Beförderung des Gartenbaues in den Königlich Preußischen Staaten" war. Borsig suchte sich für die Gestaltung und Anlegung des Parks den berühmten Gartenbauarchitekten Peter Joseph Lenné. Der Hausarchitekten Johann Heinrich Strack entwarf und erbaute das Wohnhaus von August Borsig und die Industriebauten der Borsigwerke. Der König Friedrich Wilhelm IV. stattete dem Anwesen mehr als einen Besuch ab. Denn er war von dem berühmten Park mit seinen vielen seltenen Pflanzen sehr beeindruckt. Es heißt er habe bei einem seiner Besuche geäußert: "So wie Sie, mein lieber Borsig, möchte ich auch mal wohnen". Die Bewunderung für diesen außergewöhnlichen Park und seine Gewächshäuser zeigte sich bestätigt als am 19.Juli 1852 im Gewächshaus eine Victoria Regia erblühte. Der Geheime Kommerzienrat August Borsig öffnete seinen Park und die Gewächshäuser der Öffentlichkeit immer dienstags und freitags gegen ein Entgelt. Diese Gelder verwendete Borsig für seiner Werke. 1841 wurde die erste Lokomotive in seinem Werk gebaut. Im Jahre 1850 wurden die Anlagen mit dem Kauf der Eisengießerei und Maschinenbauanstalt der Preußischen Seehandlungs-Societät in der Kirchstraße 6 erweitert. Schon bald erlangte Borsig einen sehr guten Ruf als Lokomotivbauer und setzte sich erfolgreich gegen seine englischen Konkurrenten durch. Zum Kern der Kohle- und Stahlproduktion sollte der Grubenkomplex in Oberschlesien werden, den August Borsig erwarb. Aber lange konnte sich August Borsig an seinem Erfolg nicht erfreuen, er starb im Alter von Fünfzig Jahren in Moabit. Er wurde auf dem Dorotheenstädtischen Kirchhof beerdigt. Noch heute kann man dort sein Grab besuchen. |
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