Lion Feuchtwanger |
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| Lion Feuchtwanger wird am 7.Juli 1884 in München geboren. Seine Eltern sind der jüdische
Fabrikant Sigmund Feuchtwanger und Johanna Feuchtwanger, geborene Bodenheimer.
Ab dem Jahre 1903 studiert er Germanistik und Geschichte in seiner Heimatstadt München. In seinen Studienzeiten verfasst er die ersten Dramen, Erzählungen und Theaterkritiken. Ab 1907 arbeitet er als Dramaturg am Theater in München und verfasst eine Dissertation über Heinrich Heines 'Rabbi von Bacharach'. Im Jahre 1912 heiratet er Marta Loeffler, das gemeinsame Kind stirbt kurz nach der Geburt. Feuchtwanger unternimmt mit seiner Frau eine Tunesienreise und wird vom Beginn des I.Weltkrieges überrascht. Mit viel Glück entgeht er der französischen Internierung. Seinen Militärdienst leistet er in München und wird aus Krankheitsgründen vorzeitig entlassen. Zu dieser Zeit bekommen seine Theaterstücke mehr politischen Inhalt und er entwickelt sich zum Kriegsgegner. Ab 1918 arbeitet er an seinem Roman 'Thomas Wendt'. Außerdem veröffentlicht er das Drama 'Jud Süß'. Trotz des großen Erfolges nimmt er es kurze Zeit später wieder zurück. Er erweitert das Drama zum Roman, hat aber große Probleme da es niemand verlegen möchte. 1928 publiziert er den historischen Roman 'Die hässliche Herzogin Margarete Maultasch'. Zusammen mit seinem engen Freund Berthold Brecht bearbeitet er das Stück 'Leben Eduards des Zweiten von England'. 1925 wird endlich sein Roman 'Jud Süß' herausgegeben. Mit seiner Übersiedelung nach Berlin zieht er sich aus dem Theaterleben zurück. 1927 wird das Stück 'Die Petroleuminsel' uraufgeführt. Drei Jahre später erscheint sein Roman 'Erfolg. Drei Jahre Geschichte einer Provinz'. Im Jahre 1932 erscheint der erste Band seiner Trilogie 'Josephus' unter dem Titel 'Der jüdische Krieg'. Während der Machtübernahme der Nationalsozialisten befindet sich Feuchtwanger auf einer Vortragsreise in den USA. Er kehrt nicht nach Deutschland zurück, er lässt sich in Frankreich nieder. Bei der Beschlagnahme und Plünderung seines Hauses in Berlin gehen viele Manuskripte verloren. Sein erster politischer Roman 'Die Geschwister Oppenheim' erscheint. Der zweite Band seiner Trilogie erscheint unter dem Titel 'Die Söhne'. 1936 erscheint dann seine Satire auf Hitler 'Der falsche Nero'. 1940 erscheint sein Roman 'Exil', in diesem zeigt er deutlich seine politische Einstellung. Während des zweiten Weltkrieges wird er im Lager Les Milles bei Aix-en-provence interniert. Seine Frau ist ihm bei der Flucht behilflich und seitdem lebt er versteckt in Marseille. Über Spanien und Portugal gelingt ihm schließlich die Flucht nach Los Angeles. Seine Lagererlebnisse schildert er in dem Bericht 'Unholdes Frankreich'. 1943 übersiedelt er nach Pacific Palisades. Mit Berthold Brecht arbeitet er zusammen an der 'Geschichte der Simon Marchard'. In den USA wird er 1948 verdächtigt Kommunist zu sein, die USA verweigert Ihm die Staatsbürgerschaft. Aus diesem Grund verlässt er das Land nicht mehr. Das Theaterstück 'Wahn oder Der Teufel in Boston' ist aus seinen eigenen politischen Problemen heraus entstanden. 1954 erscheint endlich der Dritte Teil seiner Trilogie 'Josephus' unter dem Titel 'Der Tag wird kommen' in deutsch. In den Jahren von 1955-1957 wendet sich Feuchtwanger wieder seiner jüdischen Herkunft zu und veröffentlicht 'Die Jüdin von Toledo' und 'Jefta und seine Tochter'. Am 21.Dezember 1958 stirbt Lion Feuchtwanger in Los Angeles und wird in Santa Monica auf dem Woodlawn Friedhof beigesetzt.
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