Johann Gottfried Schadow |
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| Johann Gottfried Schadow wird am 20.05.1764 in Berlin
geboren. J.G.Schadow besucht die Stadtschule im Grauen Kloster, nach
seinem Schulbesuch beginnt er eine Bildhauerlehre in der königlichen
Bildhauerwerkstatt. Der Leiter Pieter Anton Tassaert ist leiter dieser
SChule. In ihm findet er einen hervorragenden Lehrmeister Zur selben Zeit
besucht Schadow die Kunstakademie, dort erlernt er unter anderem seine
zeichnerischen Fähigkeiten. Als Schadow im 'Salon' der Henriette Herz die
katholische Jüdin Marianne Devidels kennen lernt, brennt er mit ihr nach
Rom durch. Dort konvertiert er zum Katholizismus und heiratet sie am
24.08.1785. Während seines Aufenthaltes in Italien nutzt Schadow die Gelegenheit und studiert die Antike, pflegt Kontakte zu weiteren Künstlern. Nach zwei Jahren kehrt er nach Berlin zurück. Nach seiner Konvertierung zum Protestantismus findet er einen wichtigen Gönner und Fördern, den Staatsminister von Herlitz. Auf sein Drängen hin wird Schadow in der königlichen Porzellanmanufaktur eingestellt. Für die Manufaktur modelliert er einige Figuren. Schadow wird durch den plötzlichen Tod seines Lehrmeisters Tassaert zum Leiter der Hofbildhauerwerkstatt ernannt. Eng verknüpft mit dem Amt des Leiters der Hofbildhauerwerkstatt ist das Amt eines „Directors aller Sculpturen“ beim Oberhofbauamt, dessen Direktor Carl Gotthold Langhans ist. Schadow und Langhans arbeiten sehr erfolgreich und eng zusammen. Das erste große Werk des Künstlers war das Grabmal von Graf Alexander von der Mark, es ist ein bedeutendes Zeugnis des Frühklassizismus. Diesem Werk werden noch viele hinzugefügt, zum Beispiel:
Schadow unternimmt einige Studienreisen, Zweck war die Schaffung eines Reiterdenkmales von Friedrich II. Leider blieb es ein unerfüllter Wunschtraum von Schadow. In der folgenden Zeit entstanden viele große Marmordenkmäler:
Aber nicht nur diese entstanden so schaffte er auch Portraitbüsten, freie und allegorische Darstellungen und Grabmäler. Schadow wird im Jahr 1815 zum Direktor der Akademie der Künste und behält diese Amt bis zu seinem Tode bei. Im selben Jahr stirbt seine erste Frau Marianne. Im Jahre 1821 wird eine Statue Luthers in Wittenberg aufgestellt, danach entstehen nur noch kleine Werke des Künstlers. Ein weiterer Schicksalsschlag trifft Ihn als 1822 sein Sohn Ridolfo verstirbt. Die Berliner philosophische Fakultät verleiht Schadow 1830 die Ehrendoktorwürde. 1832 verstirbt seine zweite Ehefrau Henriette. Im Jahre 1836 unterzieht sich Schadow einer Staroperation und verlegt sich von nun an nur noch auf das Zeichen. In dieser Zeit entstehen zahlreiche Lithographien, Porträtzeichnungen und satirische Zeichnungen. Nach einem geruhsamen Lebensabend stirbt Schadow am 27.01.1850 in Berlin. Er wurde auf dem Dorotheenstätischen Friedhof beerdigt, welchen noch heute besichtigt werden kann.
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