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Einen Tag nach der 700 Jahrfeier Berlins im Jahre 1937 wurde ein Brief von Wilfried Bade in der "BZ am Mittag" veröffentlicht. Unter anderem stand in diesem Brief.: Neben seinem Brief übermittelte Wilfried Bade auch 10 Reichsmark als Anzahlung für einen Bären, diese wurden vom Verlag auf die Spende für einen Bären aufgestockt. Von der Stadt Bern (Wappentier - ein Bär) erhielt die Stadt Berlin nachträglich zur 700 Jahrfeier eine Bärin (Leni) geschenkt. Nun musste schnell ein Platz für diese (nun) 2 Bären gefunden werden. Viele Schwierigkeiten waren zu überwinden, so zum Beispiel hatte Reichsminister Göbbels in einer Erklärung bekanntgegeben, "daß er vorläufig keine Errichtung eines Bärenzwingers wünscht und auch ein geheimer Reichserlaß zur Zeit bestehe, der die Errichtung solcher Bauten nicht zuließe". Klar, in solchen Zeiten. Aber durch das Engagement des Bürgermeisters Dr. Lippert und die politischen
Umstände war es möglich, mit den Bauarbeiten 1938 im Köllnischen Park doch zu beginnen.
1939 wurde der Zwinger hier fertig gestellt. Nach Abschluss der Bauarbeiten kamen dann der Bär Urs und die Bärin Vreni aus Bern in den Zwinger. Die ursprüngliche Bärin Leni war schon zu alt, verzögernde Bürokratie auch damals also schon. Die Bären überlebten die Bombenangriffe bis 1945, leider wurden sie Opfer der Straßenkämpfe. Die einzig Überlebende Bärin kam in den Berliner Zoologischen Garten, dort hatten nur 92 Tiere insgesamt überlebt. Der Bärenzwinger wurde mit Sand aufgefüllt und diente den Kindern der Nachbarschaft als Spielplatz. Im Jahre 1949 kamen dann wieder zwei Bären in Berlin an. Beide wiederum aus Bern und wieder auf Initiative einer Zeitung. So wurde der Bärenzwinger im Köllnischen Park wieder belebt. Nante und Jette sorgten im Laufe der Jahre für reichlich Nachwuchs. Im Laufe der letzten Jahre verbesserten sich auch die Lebensbedingungen für diese Tiere, die in Freiheit riesige Waldgebiete durchwandern. So wurde der ursprüngliche Betonfußboden herausgenommen und durch die verschiedensten Materialien ersetzt, von denen sich jedoch nur Rinde durchsetzte. Etwas "Vegetation" wurde eingesetzt, damit die Bären wenigstens etwas Schutz, Schatten und Rückzugsmöglichkeit haben. Im Haus selber wurde auch viel modernisiert, unter anderem mit Fußbodenheizung unter den Käfigen. Der momentan letzte amtierende Berliner Stadtbär war Tilo, weil ein Stadtbär männlich
sein soll. Er lebte nur 17 Jahre, obwohl Bären bis zu 40 Jahre alt werden
können. Tilo musste leider am 12. April 2007 wegen Lymphknotenkrebses
eingeschläfert werden. Die Stadtbären waren:
Der Bärenzwinger befindet sich direkt neben (hinter) dem Märkischen Museum.
weitere Informationen finden Sie unter www.berliner-baer.de
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