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Am Molkenmark an der Gabelung der Spandauer Strasse
lag der erste Handelsplatz der Stadt. An dieser Stelle stand das älteste
Rathaus der Stadt und als Symbol städtischer Freiheit der Roland. Durch den
Bau der Marienkirche und der Stadterweiterung bekam die Oderberger Straße
mehr Bedeutung als Hauptstrasse. Ein neues Rathaus entstand an der Ecke
Spandauer Strasse. Baulich mit dem neuen Rathaus war die Gerichtslaube
verbunden. Die Gerichtslaube stammt aus der zweiten Hälfte des 13.
Jahrhundert. Sie besaß offene Arkaden die später zugemauert wurden. Im
Erdgeschoß der Gerichtslaube stand der Schöffenstuhl darüber im ersten Stock
lag die Ratsstube. Im 16.Jahrhundert wurde sie umgebaut und die Kenntnis
über ihren ursprünglichen Zustand ging verloren. 1871 wurde das alte Rathaus
abgebrochen und es trat die ursprünglich gotische Substanz zu tage. In der
Stadt war nicht genug Platz um das Gebäude wieder zu errichten. So wurde es
dem Hohenzollernkaiser Wilhelm I. als Geschenk übergeben. Der ließ es im
Schlosspark Babelsberg aufbauen. Im Zuge des Wiederaufbaus des
Nikolaiviertels wurde die Bebauung wieder aufgenommen. Heute beherbergt der
Bau mit den gotischen Arkaden und dem Renaissancegiebel eine historische
Gaststätte. |
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