Das Knoblauchhaus

 
  Der Enkel des in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhundert aus Ungarn kommenden Johann Heinrich Knoblauch, Christian Knobloch erbaute das Haus und begründete damit eine Familientradition die erst durch den zweiten Weltkrieg beendet wurde. Er absolvierte eine Ausbildung bei dem Nadlermeister Gericke. Seine Wanderjahre führten Ihn in den 1743-1749 durch die baltischen Länder, nach Stockholm und Kopenhagen, Süddeutschland, in die Schweiz und nach Ungarn. Im Jahre 1750 erwarb er in Berlin das Bürgerrecht und kaufte das Haus. Sein Sohn, Carl Friedrich Knoblauch, war Stadtrat und Abgeordneter des kurmärkischen Landtages. In dieser Position trat er besonders mit seiner Denkschrift über die Neuordnung der Gewerbeverordnung hervor. Außerdem waren er Vorstandsmitglied und Schatzmeister des Vereins der Kunstfreunde, er entwickelte persönliche Beziehungen zu den Brüdern Humboldt, zu Schleiermacher, Schinkel, Beuth, Schadow, Rauch, Tieck und Begas, sowie den Scharnhorsts. Aus dieser angesehenen Bürgerfamilie gingen viele befähigte Männer hervor. Eduard Knoblauch gründete den Berliner Architektenverein, war Erbauer der Russischen Botschaft unter den Linden, der Synagoge und des Etablissement Kroll.

1870 wurde von Louii Knoblauch das Böhmische Brauhaus in Friedrichshain gegründet. Ein Beweiß für den damaligen technischen Fortschritt, er setzte erstmals Daimlerkraftwagen in Berlin ein und war verantwortlich für bedeutende Sozialleistungen. Unfallstationen und das Krankentransportwesen wurde von seinem jüngerem Bruder Bernhard Knoblauch eingesetzt und der Verband der Ersten Hilfe gegründet.

 
 

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